Wie bereits geschrieben, dass mich ein Fahrradunfall und eine Schulter OP letztes Jahr aus dem Tritt gebracht hatten bei der Entwicklung meines ersten eigenen Onlinekurses.

Es gab aber auch noch einen anderen Punkt, der mich vorher noch viel stärker davon abgehalten hat, die Digitalisierung meines Wissens und meiner Beratung anzugehen: Es war das Verhalten der sogenannten Experten. Sie alle machten den Eindruck, dass online erfolgreich verkaufen bedeutet, dass du auf der Couch oder unter Palmen liegst, und nur eine Abfolge von automatisierten Emails brauchst, um innerhalb von sechs Wochen 100.000 EUR zu verdienen. Alles andere ist Versager-Level. Wer noch direkt mit Menschen arbeitet, ist im Grunde verloren. Für immer gefangen in der Zeit-gegen-Geld Falle gefangen. Da musst du raus, Maren! Schwarz oder weiß – so wirkte diese vermeintlich erfolgreiche Onlinewelt auf mich. Sie sind schlau und ich bin doof, weil ich immer noch Menschen berate. Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich gemerkt habe, was das für ein Mindfuck ist! Aber der Kopf ist rund und deshalb drehen sich Gedanken eben auch mal sinnlos im Kreis. Zum Glück gibt es Menschen, wie Marit, die zeigen, dass es auch anders geht.

Es geht um Menschen – immer!

Ich liebe es, Menschen zu beraten! Mit ihnen in einem Raum daran zu arbeiten, wie sie die Marke werden, oder wie sie eine Marke bleiben, die sie sein wollen. Sie dabei zu unterstützen, Klarheit für die wesentlichen Entscheidungen in ihrem Business zu gewinnen. Die Fragezeichen im Gesicht in Form von Stirnrunzeln oder zugekniffenen Augen. Zu erleben und fühlen, woran sie scheitern und was sie nach vorne bringt. Das Strahlen in den Augen, wenn es aha-Effekte gab. Die Energie, die frei wird, wenn sie enthusiastisch loslegen! Jeder Mensch ist anders, jeder Auftrag neu. All das erschien und erscheint mir immer noch wahnsinnig spannend und attraktiv.

Ganz abgesehen davon, glaube ich ganz fest daran, dass es genau diese Erfahrungen aus dem 1:1 braucht, um wirklich gute Onlinekurse zu bauen. Auch bei einem Onlinekurs geht es darum, Menschen dabei zu unterstützen, den nächsten entscheidenden Schritt zu machen. Wie führst du einen Menschen durch einen Prozess? Wie muss der eigentlich aufgebaut sein, damit sie zu guten Ergebnissen kommen? Was sind die typischen Stolperfallen? Was motiviert? Welche Übung rüttelt wach? Welche beruhigt? Was gibt Sicherheit? Was unterstützt bei der Selbsterkenntnis? Wie fühlen sich Menschen in dem Moment? Was sind die typischen Fragen? Welches Tool vereinfacht ihnen die Arbeit? All das habe ich bereits zig Mal erlebt. Face-to-face. Das erlebt man eben nicht allein auf der Couch oder am Strand.

Auch Listen sind Menschen

Das andere Ding ist das mit der Liste. Ohne Liste geht gaaar nix. Und für die Liste brauchst du ein Freebie. Weil wenn es nichts geschenkt gibt, trägt sich niemand in die Liste ein? What? Das hat sich für mich besonders falsch angefühlt. Ja, ich habe auch einen Newsletter, für den man sich anmelden kann. Ich habe auch eine eigene Liste mit Menschen, die sich speziell für mein künftiges Online-Angebot interessieren. Allerdings: Wer sich einträgt, wird nicht extra belohnt. Ich will nicht möglichst schnell möglichst viele Menschen in meinem Verteiler haben, ich möchte nur die Menschen, die ein ehrliches Interesse an meinem Angebot haben, erreichen. Die das Gefühl haben, hier wird etwas für sie entwickelt, das sie wirklich weiterbringen wird. Dass aus Stirnrunzeln ein strahlendes Lachen wird. Dass Aha-Effekte Energie freisetzen. Dass aus kreiselnden Gedanken klare Entscheidungen werden. Das ist mein Anspruch: Ich will die beste Anleitung, wie du zu deinen Wunschkunden kommst, auf den Markt bringen. Darunter mache ich es nicht.

Und ich will nur Menschen in meiner Community, die das auch wirklich wollen. Wenn wir ehrlich sind: Es gibt keine Abkürzung zum Erfolg. Geschenke gibt’s zu Weihnachten und zum Geburtstag. Vor allem: Geschenke kommen von Herzen und ohne Bedingungen. Und genau das ist ja bei den ganzen online funnels nicht der Fall. Mit dem Download des Freebies löst du eine Kette von Emails aus, die ganz klar sagen: Kauf jetzt endlich, sonst ist dein Business, deine Gesundheit, deine Beziehung (oder was auch immer das Thema ist) dem Untergang geweiht. Das ist kein Geschenk. Das nervt. Und es stimmt einfach nicht.

„Mach’ dein Ding!“ Was heißt das eigentlich?

Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich verstanden habe, dass die Regeln, wie man genau ein Online Business aufzubauen hat und wie das nach außen hin auszusehen hat, nur vermeintliche Regeln sind. Mindfuck eben. In meinem beruflichen Werdegang bin ich immer schon meinen ganz eigenen Weg gegangen. In der Rückschau war und ist das einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Nur: „Mach’ dein Ding!“ ist in der Realität nicht ganz einfach umzusetzen. Denn was ist eigentlich mein Ding? In diesem Fall: Was ist mein Ding im Onlinebusiness? Ich wusste, was ich nicht will. Ich weiß, warum ich es will. Aber wie will ich das umsetzen, ohne mich zu verbiegen?

Es gibt ein Buch von Paul Arden in meinem Bücheregal, das folgenden Titel trägt: „Egal, was du denkst, denke das Gegenteil.“ Daran erinnerte ich mich und genau das war mein Lösungsansatz.

Problem: Beim alleine vor mich hin Denken drehe ich mich leicht im Kreis und verhake mich auch immer mal wieder in irgendwelchen Glaubenssätzen. Siehe oben. Vielleicht kennst du das ja auch.

Genau deshalb habe ich mit meiner sehr geschätzten Kollegin Martina Fuchs einmal pro Quartal einen sogenannten „Denktag“, wo wir uns gegenseitig unterstützen. Letzte Woche war mal wieder so ein Tag. Die Aufgabenstellung lautete: Was sind die vermeintlich goldenen Regeln für erfolgreiche Online Unternehmer? Und wie sieht das Gegenteil dazu aus? Quasi vom Mindfuck zum Mindhack.

Meine Kollegin Lisa Maus kommentierte auf Facebook: „Die linke Spalte sieht aus wie eine Anleitung zum Unglücklich Sein.“ Genau das trifft es. Deswegen habe ich so lange nicht angefangen, weil mich dich Aussicht darauf, so arbeiten zu sollen, extrem unglücklich gemacht hat. Das wollte ich auf keinen Fall. Mein Motto ist ja Vollblut statt Vollzeit.

Mit der rechten Spalte hingegen kann ich mich extrem gut identifizieren. Das sind für mich die wahren Mindhacks im Online Business. So will ich es machen. Das ist genau mein Ding! Ich freue mich richtig darauf.

Diese Denkblockade im Hirn zu überwinden, war ein wichtiger Schritt, um mich motiviert ans Werk zu machen. Kennst du das? Hast du auch solche Glaubenssätze, die dich davon abgehalten haben, etwas zu tun, was eigentlich total Sinn und Spaß macht?

 

 

 

2 Comments

  • Liebe Maren,

    danke, dass du uns/mich an deinen Denkprozessen teilhaben lässt.
    Da kann ich mich nämlich
    1. mit dir darüber freuen, dass du jetzt den richtigen Weg gefunden hast, und dich von den Experten und ihrem Scheinwissen befreit
    und kann
    2. eine Portion Mut mit nehmen.
    Dass 3. noch ein guter Buchtipp dabei ist, kann ja auch nicht schaden.
    Sicher weiß jede(r) die mit dir gearbeitet hat, dass du eine Gabe hast (nein, nicht nur um Kühe zu malen) auf Menschen einzugehen und mit ihnen etwas zu erarbeiten.

    Jetzt nur noch die Frage: wo darf ich unterschreiben 🙂 So ganz ohne Freebie (Herrn Sprenger würde es gefallen, er hat ja nicht umsonst Mythos Motivation geschrieben)

    Herzlichste Grüße

    Andrea

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