Frei nach dem Zitat von Allen Saunders war die wichtigste Erkenntnis im letzten Monat: Ziele lassen sich wunderbar planen, das Leben nicht. Mit dem Beginn meines Onlinekurses bei Marit Alke zeigte sich das Leben mal wieder mit all seinen Risiken und Nebenwirkungen in voller Bandbreite. Ich bekam die Chance, in Frankfurt einen TED Talk zu halten (yeah!), und mein geliebter Schwiegervater verstarb (oh no!). Der November war eine emotionale Achterbahn zwischen Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Beidem gab ich Raum – und das war gut so. Vielen Menschen meine Geschichte zu erzählen, einen lieben Menschen im Kreise der Familie zu verabschieden, erinnerte mich auch wieder daran, wer ich bin, woher ich komme und was mich stark macht (wow!).

Mein 13-Wochen-Plan bekam durch diese beiden unerwarteten Ereignisse Schlagseite – auch das war gut so. An meinem geplanten Launchdatum wollte und will ich festhalten, also muss ich überlegen, wie ich den Prototypen meines Onlinekurses reduzieren kann, damit ich ihn in kürzerer Zeit auf den Markt bringen kann.

Don’t be in a rush to get big. Be in a rush to have a great product.“

Eric Ries, Autor von „Lean start-up“

Die mir selbst gesetzte Aufgabenstellung, die beste Anleitung für die Persona-Methode ins Netz zu bringen, bleibt die Benchmark. Wie kann das am schnellsten gehen? Was brauchen die Menschen wirklich?

Hier halfen mir großartige Emails von Blog-Leserinnen, die mich an ihren Ideen zu dem Thema teilhaben ließen. Konstruktives Feedback aus Workshops, die ich im vergangenen Monat gegeben habe und von meinen Kunden, die mich aus der 1:1 Beratung kennen und schätzen. Ich bin unendlich dankbar für alle diese Gedanken, die sich andere in einer Zeit für mich gemacht haben, in der ich in der emotionalen Achterbahn saß. Es zeigt mir, dass du ein großartiges Produkt niemals alleine entwickeln kannst und es sich wirklich lohnt, andere möglichst frühzeitig teilhaben zu lassen. Denn nur im Dialog mit den potenziellen Kunden entstehen die besten Produkte.

Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“

Pippi Langstrumpf/Astrid Lindgren

Während ich im Flieger zur Beerdigung saß und zwei Stunden an meinem Platz festgenagelt war, konnten die Gedanken erstmals seit langem fließen. Ich reflektierte, was die Menschen mir erzählt hatten: Wie sich bei ihnen beim Begriff „Wunschkunden“ sofort Widerstand regt, wie großartig sie die Idee vom Onlinekurs finden, damit sie nicht zu mir nach München reisen müssen, wie wichtig ihnen meine Unterstützung beim Profiling im Workshop oder in der Beratung gewesen ist.

Ich erinnerte mich, was Kerstin Hoffman immer wieder predigt: „Verschenke, was du weißt – verkaufe, was du kannst.“  All das verdichtete sich in einem magischen Moment, in dem ich für meine Sitznachbarn einfach dasaß und vor mich hinschaute, zu einer ganz konkreten Idee: Ich werde die beste Anleitung für den Wunschkunden-Profiler verschenken. Du wirst online Schritt für Schritt durch den Fragebogen geleitet und bekommst deine Antworten auf Knopfdruck in einem schönen Canvas aufbereitet.

All diejenigen, die an den typischen Hürden der Profil-Entwicklung festhängen, weil sie das zum ersten Mal machen, und/oder sich persönliches Feedback von mir wünschen, weil sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, helfe ich in Form eines Gruppen-Online-Kurses durch das Nadelöhr. Arbeitstitel nach heutigem Stand: „Kundenprofiling an einem Tag“.

Meine Learnings aus dem November

  • Es ist wichtig, die Community bei der Produktentwicklung einzubeziehen, weil du so schnell ein Produkt auf den Markt bringen kannst, das die Leute wirklich brauchen.
  • Es ist hilfreich, Zeit einzuplanen, um einfach nur dazusitzen und mal vor sich hinzuschauen, weil sich gesammeltes Feedback und Ideen aus dem Hinterkopf eben auch erst einmal einen Weg durch die Gehirnwindungen bahnen müssen, bis sie sich verdichten.
  • Wenn du Pläne machst, plane das Leben ein. Eine schöne Anleitung, wie das funktionieren kann, schwamm zufälligerweise letzte Woche im Netz vorbei. Wobei, Zufälle gibt es nicht. Und das ist gut so.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.