Vertrauen ist die wichtigste Währung im Geschäft. Ohne Vertrauen ist alles nichts. Marken sind großartige Vertrauensspender, wenn sie gut gemacht sind. Oft denke ich, dass es da ein großes Missverständnis im Zusammenhang mit Marken gibt. Sie sollen toll aussehen, einen coolen Slogan haben. Dabei müssen Marken gar nicht unbedingt schön oder cool sein. Marken müssen vor allem echt und glaubwürdig sein. Die Menschen wollen verstehen und erkennen, wer und was dahintersteckt. Sie wollen erleben, dass das Unternehmen hält, was es verspricht. Kunden wollen erkennen, dass das Unternehmen einen Standpunkt vertritt. Positionierung hat ganz viel mit Position beziehen zu tun. Das geht nicht mit leeren Versprechungen.
Es gibt diesen Spruch: Vertrauen kommt zu Fuß und flieht mit dem Pferd. Das ist die Herausforderung: Menschen brauchen eine gewisse Zeit, um Vertrauen zu fassen. Sie beobachten, sie fragen andere, sie hören von anderen etwas, sie probieren etwas aus, erleben etwas. Das ist der Grund, warum viele Marketingmaßnahmen so lange dauern, bis sie wirken. Das wird oft unterschätzt. Positive Erlebnisse sind die besten Vertrauensanker. Im Marketingsprech nennt man das Customer Experience.
Vertrauen kann aber auch schnell wieder weg sein. Ein negatives Erlebnis und es ist vorbei. Schwierig, wenn es einmal ein negatives Erlebnis gab. Statistiken behaupten, es bräuchte elf positive Erfahrungen, um eine negative aufzuwiegen. So funktioniert leider das menschliche Gehirn: Man merkt sich die schlimmen Sachen viel mehr als die positiven. Wenn ich zum Beispiel ein negatives Feedback in einem Workshop bekommen habe, erinnere ich mich daran viel stärker, anstatt mich über all die anderen positiven Rückmeldungen zu freuen. So ist er, der Mensch.
Ich habe Glück. Warum auch immer, Menschen fassen sehr schnell Vertrauen zu mir. Ich denke, es hat auch damit zu tun, dass ich insgesamt ein Urvertrauen in die Welt und die Menschen habe. Ich vertraue darauf, dass es gut wird. Ich nehme von anderen Menschen zuerst einmal positives an. Vertrauen vermehrt sich, wenn man es teilt – wie die Liebe oder Wissen.

Dies ist der sechste von 30 Artikeln, die ich nun jeden Tag in 10 Minuten ohne abzusetzen schreibe. Warum ich das tue, kannst du im Artikel „Freischreiben“ nachlesen. Wenn du magst, schenke mir ein Thema, zu dem du einen #10minBlog Beitrag lesen möchtest. Dieses Thema wünschte sich Katja Bröckl-Bergner.

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